Godt nytt år!
Godt nytt år! wie man hier in Norwegen sagt oder eben anderswo: Ein gesundes neues Jahr wünsche ich Euch und Ihnen, insbesondere Gesundheit für Euch/Sie und Eure/Ihre Familien.
2025 war schon irgendwie ein intensives, verrücktes, unruhiges aber auch spannendes und lehrreiches Jahr. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen meinen Unterstützern und Unterstützerinnen, Weggefährtinnen und Begleitern bedanken. All diese inspirierenden und hilfreichen Menschen hier aufzuzählen wäre nicht möglich ohne dass sich die eine/der eine vielleicht vergessen fühlen könnte, von daher nochmals: Danke an Euch/Sie alle!
Wenn ich zurück blicke (hier sei gesagt: mein Deutsch wird leider nicht besser…) auf das Jahr 2025, fallen mir viele interessante Dinge, Erlebnisse, Begegnungen, Reisen und Ereignisse aber auch tolle fotografische Möglichkeiten ein. Hier auf der Website (Danke an To.V. für seine Hilfe) mag ich erstmal Ordnung schaffen. Das serielle Arbeiten ist für uns Fotografen eine wichtige Sache und daher bin ich bis auf Weiteres damit beschäftigt, mehr Struktur in meine Projekte (grosse und kleine) zu schaffen. Ich hoffe bis zum Jahreswechsel 26/27 vielleicht wieder die eine oder andere Arbeit hochladen zu können.
In 2025 bin ich viel gereist, ich war einige Male in Tschechien um an einem Buchprojekt weiterzuarbeiten. Ich einer beobachtenden Rolle möchte ich versuchen, die „Beziehung" zwischen den in Tschechien lebenden Menschen und ihrer Eisenbahn zu dokumentieren und zu untersuchen. Die Bahn ist dort noch immer ein sehr wichtiges Verkehrsmittel, viele Menschen besitzen gar kein Auto und sind auf (Bus und) die Bahn angewiesen.
Noch öfters bin ich in Deutschland rumgestromert (das Deutschland-Ticket ist eine feine Sache), u.a. konnte ich mal in Bremen und Hamburg für eine Stippvisite einen Stopp einlegen, auch Tucholsky`s Rheinsberg durfte nicht fehlen. Im Frühjahr hatte ich Gelegenheit in Lettland zu reisen, was eine tolle Erfahrung war. Im Sommer konnte ich erstmals das Ruhrgebiet besuchen, welches mir mit seiner Mischung aus „historisch-industriellen Ambiente" und kulturellem Aufbruch schon sehr gefallen hat. Auch fand sich Zeit für einen Roadtrip, will sagen eine längere Reise in Schweden. Es hat sich immer wie ein touristisches Klischee angehört, aber die langen Mittsommerabende, die roten Häuschen usw. das hat schon seinen Charme finde ich. Leider ist mir bis jetzt noch kein Projekt da vor Ort in den Sinn gekommen.
Im Juni durfte ich meinen Abschluss an der Schule für Fotokunst hier in Oslo feiern und vier Monate vorher, in Prag, Josef Koudelkas Ausstellung „Ruinen" im dortigen Kunstgewerbemuseum anschauen. Koudelka`s Panoramen, sein Fleiss und seine Reiselust – sein ganzes Arbeitspensum und künstlerisches Schaffen – sind schon sehr beeindruckend und auch inspirierend. In meiner Heimastadt Chemnitz konnte ich die Ausstellung „European Realities" im Museum Gunzenhauser besuchen, diese hat mir sehr gefallen. Überhaupt Chemitz: In 2025 hatte meine Heimatstadt die Ehre sich „Kulturhauptstadt Europas" nennen zu können und es war unglaublich so viele Touristen, Neugierige, Interessierte und Besucherinnen wie nie vor Ort zu sehen. Ach, nicht zu vergessen: „Angst", eine wie ich finde gut gemachte Ausstellung in den Städtischen Kunstsammlungen mit Malereien u.a. von Edvard Munch – einem Künstler welcher auch hier, in Norwegens Hauptstadt, grosse künstlerische Fussabdrücke hinterlassen hat.
Ein besonderes und sehr berührendes Erlebnis war auch die Vergabe eines „Pierre Yngve Stipendiums" an insgesamt jeweils 2 Künstler und 2 Künstlerinnen. Von diesem Projekt habe ich lange geträumt. Hier in Norwegen gibt es sehr viele Fördermöglichkeiten für kreative Menschen, allerdings setzt die Förderung oftmals einen Studienabschluss und/oder eine Mitgliedschaft in einer Künstlervereingung voraus. Dabei gibt es doch so viele begabte und talentierte Menschen die nicht eine solche Schule besucht haben. Dafür ist das Stipendium gedacht. Ich habe allerdings unterschätzt, wie schwierig es sein kann Jemandem abzusagen. Ich konnte leider nicht allen Bewerberinnen eine Zusage machen. Es gibt aber eine Neuauflage in 2026.
Zum Ende des Jahres habe ich ein neues Projekt mit dem Arbeitstitel „Piles" gestartet und mir dafür eine Mittelformatkamera (FuJI GW 670 III) organisiert, aber dazu berichte ich vielleicht ein andermal mehr.
Im Moment nutze ich die kalten und langen, dunklen Wintertage um Negative zu sichten, Recherche für neue Projekte und Ziele zu betreiben und um in der Dunkelkammer Positive zu erstellen …
Hier unten noch einige Schnappschüsse aus dem Jahre 2025 und drei Fotos aus der Dunkelkammer, vom 5. Januar 2026. Die meisten dieser Bilder wurden mit dem Smartphone erstellt, einige wenige mit einer kleinen Pentax MZ-6 Kamera.
Euch/Ihnen eine gute Zeit, kommt gut durch den Winter.
Mit besten Grüssen
P.Y.




















